Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2026

KI-Ads: Wie Werbung in ChatGPT, Google AI und Copilot funktioniert

Menschen suchen nicht mehr nur mit einzelnen Begriffen nach Informationen. Sie beschreiben ihre Situation, stellen Rückfragen und lassen sich bei Entscheidungen unterstützen. Für Unternehmen entsteht dadurch ein weiteres Werbeumfeld: bezahlte Anzeigen in KI-Assistenten und KI-Suchoberflächen. Zu diesen Angeboten gehören ChatGPT Ads, Anzeigen in Googles KI-Suche und Werbeplatzierungen in Microsoft Copilot.[help.openai]

Unter KI-Ads verstehen wir auf KontextAds genau diese Form der Werbung. Es geht nicht in erster Linie darum, Anzeigentexte oder Bilder mit künstlicher Intelligenz zu erstellen. Es geht darum, Menschen dort zu erreichen, wo eine KI ihnen beim Recherchieren, Vergleichen und Entscheiden hilft.

Was unterscheidet diese Anzeigen von Google Ads oder Social Ads? Welche Plattformen bieten sie an? Und wann könnten sie für Werbetreibende wirtschaftlich interessant sein? Dieser Überblick erklärt die Grundlagen, Chancen und Grenzen.

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Was sind KI-Ads?

KI-Ads sind in diesem Artikel bezahlte Werbeplatzierungen innerhalb oder im direkten Umfeld von KI-generierten Such- und Gesprächserlebnissen. Eine Anzeige kann beispielsweise neben einer Chatantwort, innerhalb einer KI-Suchübersicht oder im Zusammenhang mit einer Produktsuche erscheinen. Die konkrete Darstellung hängt von der jeweiligen Plattform ab.[help.openai]

Eine wichtige Unterscheidung betrifft die Rolle der KI:

BereichWorum es geht
Werbung mit KI erstellen und optimierenKI unterstützt bei Texten, Bildern, Zielgruppenansprache, Geboten oder Kampagnenoptimierung.
Werbung in KI-AnwendungenBezahlte Anzeigen erscheinen in KI-Assistenten oder KI-Suchoberflächen.

Diese Bereiche können zusammenkommen, sind aber nicht identisch. Google bietet beispielsweise mit AI Max Funktionen zur KI-gestützten Optimierung von Suchkampagnen an. Anzeigen in AI Overviews sind dagegen eine Frage der Platzierung: Sie erscheinen im Umfeld oder innerhalb einer KI-generierten Suchübersicht.[support.google]

Auch die Bezeichnungen unterscheiden sich. ChatGPT Ads ist das Werbeangebot einer bestimmten Plattform. KI-Ads verwenden wir als übergreifende Bezeichnung für das gesamte Themenfeld.

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Warum Kontext bei KI-Ads eine wichtige Rolle spielt

Eine einzelne Suchanfrage enthält häufig nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was ein Mensch tatsächlich benötigt.

Wer „CRM Software“ eingibt, könnte ein Einzelunternehmer, ein Vertriebsleiter oder ein Mitarbeiter eines internationalen Konzerns sein. Budget, Anforderungen und Entscheidungsphase bleiben zunächst offen.

In einer Unterhaltung kann die Anfrage konkreter werden:

Beispiel: Anfrage in einer Unterhaltung

„Wir sind eine Agentur mit fünf Mitarbeitern. Bisher verwalten wir unsere Kontakte in Excel. Wir brauchen eine einfache Vertriebspipeline, möchten aber höchstens 100 Euro im Monat ausgeben.“

Dieses fiktive Beispiel enthält mehrere Informationen: Unternehmensart, Teamgrösse, bisherige Lösung, Problem, gewünschte Funktion und Budget.

KI-Werbesysteme können solche Zusammenhänge bei der Auswahl geeigneter Anzeigen berücksichtigen. OpenAI beschreibt den Gesprächskontext als Grundlage seiner Anzeigenauswahl. Google berücksichtigt bei Anzeigen innerhalb von AI Overviews sowohl die Suchanfrage als auch den Inhalt der KI-Übersicht.[help.openai]

Der mögliche Vorteil liegt deshalb nicht einfach in „mehr Daten“. Er liegt darin, eine Anfrage im Zusammenhang zu verstehen.

Kontext ist nicht gleich Kaufabsicht

Eine ausführliche Unterhaltung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass jemand kaufen möchte.

Die Frage „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“ kann zu einem Schulprojekt gehören. „Welche Wärmepumpe passt zu meinem Haus, und welche Anbieter installieren sie in meiner Region?“ deutet auf eine andere Entscheidungsphase hin.

Für Werbetreibende ist deshalb entscheidend, ob ein System nicht nur das Thema, sondern auch die Absicht hinter einer Anfrage sinnvoll einordnet. Google nennt eine erkannte kommerzielle Absicht ausdrücklich als Voraussetzung für bestimmte Anzeigen in AI Overviews.[support.google]

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Welche Plattformen bieten KI-Ads an?

Es gibt keinen einheitlichen KI-Ads-Marktplatz. Die Anbieter unterscheiden sich bei Platzierungen, Buchung, Ausspielung und Messung.

ChatGPT Ads

ChatGPT verfügt über ein eigenes Werbeangebot. OpenAI bietet dafür unter anderem einen Self-Service Ads Manager sowie Buchungsmöglichkeiten über Partner an. Das Unternehmen hat ausserdem CPC-Gebote, Conversion-Optimierung und zusätzliche Messwerkzeuge eingeführt.[openai]

Nach den veröffentlichten Grundsätzen von OpenAI werden Anzeigen gekennzeichnet und von den eigentlichen ChatGPT-Antworten getrennt. Werbung soll die inhaltlichen Antworten nicht beeinflussen. Gespräche werden nicht an Werbetreibende weitergegeben.[openai]

Für Unternehmen ist die Unterscheidung wesentlich: Eine Anzeigenbuchung ist nicht dasselbe wie das Bezahlen einer organischen Produktempfehlung in der Antwort.

Google: Anzeigen in AI Overviews und AI Mode

Google verbindet seine bestehenden Werbesysteme mit KI-gestützten Sucherlebnissen.

Bei AI Overviews können Anzeigen oberhalb, unterhalb oder innerhalb der KI-Übersicht erscheinen. Dafür kommen je nach Platzierung bestehende Anzeigen und Kampagnentypen infrage, darunter Search, Shopping und Performance Max. Anzeigen innerhalb der Übersicht müssen zusätzlich zum Inhalt der KI-Antwort passen.[support.google]

Auch für AI Mode hat Google Anzeigenformate angekündigt und weiterentwickelt. Die Ausspielung und Verfügbarkeit unterscheiden sich jedoch nach Format und Markt.[support.google]

Wichtig: Werbung in Googles KI-Suche ist nicht automatisch dasselbe wie Werbung in der eigenständigen Gemini-App. Die jeweilige Oberfläche muss separat betrachtet werden.

Microsoft Copilot

Microsoft bietet ebenfalls Anzeigen in Copilot an. Die Platzierungen sind in Microsoft Advertising eingebunden; geeignete Kampagnen können für eine Ausspielung in Copilot infrage kommen. Ein vollständig separates Werbekonto nur für Copilot ist dafür nicht grundsätzlich nötig.[learn.microsoft]

Microsoft entwickelt zudem interaktive Anzeigenformate, mit denen Nutzer Produkte näher betrachten und ihre Auswahl eingrenzen können. Der Ansatz geht damit über die reine Darstellung eines Werbelinks hinaus.[about.ads.microsoft]

Verfügbarkeit ist keine feste Grösse

Ein angekündigtes Format ist nicht automatisch in jedem Land, für jedes Konto und für jede Branche verfügbar. Deshalb sollten Unternehmen vor einer Kampagnenplanung die aktuellen Plattforminformationen prüfen, statt von allgemeinen Meldungen auf die eigene Buchbarkeit zu schliessen.

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Wie unterscheiden sich KI-Ads von Suchanzeigen und Social Ads?

Die Unterschiede liegen weniger in einer scharfen technischen Trennlinie als in der Nutzungssituation.

WerbeumfeldTypische SituationAufgabe der Anzeige
Klassische SuchwerbungJemand formuliert eine Suchanfrage.Eine passende Antwort oder ein Angebot zur Anfrage liefern.
Social AdsJemand konsumiert Inhalte in einem Feed.Aufmerksamkeit gewinnen und Interesse wecken oder reaktivieren.
KI-AdsJemand klärt Fragen, Anforderungen oder Optionen in einem KI-Erlebnis.Ein Angebot passend zum erkennbaren Bedarf und zur Entscheidungsphase platzieren.

Diese Gegenüberstellung ist ein vereinfachtes Denkmodell. Auch Suchanfragen können hochpräzise sein, Social Ads können kaufbereite Zielgruppen erreichen und KI-Gespräche können vollkommen ohne kommerziellen Hintergrund stattfinden.

KI-Ads ersetzen deshalb nicht automatisch andere Kanäle. Sie erweitern die Möglichkeiten, Menschen in bestimmten Recherche- und Entscheidungssituationen anzusprechen.

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Was kann KI-Ads kosteneffizienter machen?

Der mögliche Vorteil besteht nicht zwingend in niedrigen Klickpreisen. Entscheidend ist, wie viel ein qualifizierter Lead oder ein zahlender Kunde kostet.

Passendere Kontakte

Wenn eine Anzeige besser zu Anforderungen, Budget und Situation passt, könnten weniger Menschen klicken, für die das Angebot grundsätzlich ungeeignet ist.

Besser informierte Interessenten

Ein Nutzer kann vor dem Anzeigenkontakt bereits verschiedene Optionen durchdacht haben. Interaktive Werbeformate können zusätzlich helfen, Produkte zu prüfen und Fragen einzugrenzen. Microsoft beschreibt solche Funktionen als Teil seiner Copilot-Werbeerlebnisse.[about.ads.microsoft]

Kürzere Wege zur Entscheidung

Wenn Recherche, Vergleich und Angebotsbetrachtung im selben Umfeld stattfinden, können Übergänge zwischen verschiedenen Websites und Anwendungen entfallen. Microsoft berichtet für seine KI-Such- und Chat-Erlebnisse von verkürzten Customer Journeys. Solche Anbieterangaben sind jedoch kein allgemeiner Nachweis niedrigerer Akquisitionskosten.[about.ads.microsoft]

Höhere Conversion-Rate statt billiger Klicks

Ein hypothetisches Beispiel zeigt den Zusammenhang:

KennzahlKampagne AKampagne B
Durchschnittlicher Klickpreis1 Euro2 Euro
Conversion-Rate2%5%
Kosten pro Conversion50 Euro40 Euro

Obwohl Kampagne B doppelt so teure Klicks einkauft, erzielt sie günstigere Conversions.

Für eine klickbasierte Betrachtung gilt vereinfacht:

FormelKosten pro Conversion= Klickpreis ÷ Conversion-Rate

Das Beispiel ist keine Prognose für KI-Ads. Es zeigt lediglich, warum ein höherer Klickpreis allein noch kein schlechtes Ergebnis bedeutet.

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Gibt es bereits Erfolgsbeispiele?

Ja. Es gibt veröffentlichte Ergebnisse, die auf wirtschaftliches Potenzial hinweisen. Sie unterscheiden sich allerdings erheblich in Messmethode und Aussagekraft.

WeightWatchers: niedrigerer zugerechneter CPA

OpenAI berichtet unter Berufung auf DV Rockerbox, dass der ChatGPT Ads zugerechnete CPA von WeightWatchers 15,3% unter dem zusammengefassten Paid-Search-Vergleichswert des Unternehmens lag. Das ist ein konkreter Vergleich der Akquisitionskosten, aber kein automatischer Nachweis zusätzlicher Verkäufe.[openai]

Dose: zusätzlicher Effekt auf Käufe

Für die Wellness-Marke Dose nennt OpenAI unter Berufung auf WorkMagic einen statistisch signifikanten zusätzlichen Effekt auf Käufe. 67% der zusätzlichen Käufe stammten demnach von Neukunden. Diese Zahl bedeutet nicht „67% mehr Käufe insgesamt“.[openai]

Portland Leather: hoher Anteil neuer Besucher

Für Portland Leather nennt OpenAI auf Basis von Triple Whale einen Anteil von 93% neuer Besucher im über ChatGPT Ads gewonnenen Traffic. Das spricht für die Erschliessung neuer Besucher, sagt ohne weitere Angaben aber noch nichts über die Profitabilität aus.[openai]

Nicht jeder Test funktioniert

Dem stehen negative Erfahrungen gegenüber. Der WordPress-Plugin-Anbieter Barn2 berichtete nach einem sechswöchigen Test von 477 US-Dollar Ausgaben, 370 Klicks und keinen erfassten Conversions. Der begrenzte Test lässt sich nicht auf alle Unternehmen übertragen, zeigt aber die Grenzen pauschaler Erfolgsversprechen.[tokenpost]

Die positiven Beispiele stammen aus einer von OpenAI ausgewählten Veröffentlichung mit Ergebnissen von Messpartnern. Vollständige Budgets, Testbedingungen und Detaildaten sind dort nicht durchgehend offengelegt. Sie sind deshalb Anhaltspunkte, keine universellen Benchmarks.[openai]

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Welche Kosten entstehen bei KI-Ads?

Einen allgemeingültigen Preis gibt es nicht. Kosten hängen unter anderem vom Anbieter, dem Abrechnungsmodell und dem jeweiligen Kampagnenziel ab.

OpenAI unterstützt verschiedene Ansätze, darunter Abrechnung beziehungsweise Gebote auf Basis von Impressionen und Klicks sowie Conversion-Optimierung.[openai]

Zur Einordnung helfen diese Kennzahlen:

  • CPM: Kosten für 1.000 Anzeigenimpressionen.
  • CPC: durchschnittliche Kosten pro Klick.
  • CPA: durchschnittliche Kosten pro definierter Akquisition oder Conversion.
  • ROAS: zugerechneter Werbeumsatz im Verhältnis zu den Werbeausgaben.

Keine dieser Kennzahlen reicht allein aus. Ein niedriger CPC kann mit schlechten Leads einhergehen. Ein hoher ROAS kann trotzdem unzureichend sein, wenn Margen und weitere Kosten zu niedrig beziehungsweise zu hoch sind.

Deshalb sollte vor dem Test feststehen, welches Ergebnis wirtschaftlich zählt: eine qualifizierte Anfrage, eine gebuchte Beratung, ein zahlender Kunde oder ein profitabler Erstkauf.

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Wie lässt sich der Erfolg messen?

OpenAI unterstützt Conversion-Messung unter anderem über einen Pixel, eine Conversions API und ausgewählte Messpartner. Damit lassen sich Aktionen nach einem Anzeigenkontakt erfassen und Kampagnen auswerten.[openai]

Bei der Beurteilung sollten Unternehmen drei Ebenen auseinanderhalten:

1. Anzeigenleistung

Wie oft wurde die Anzeige ausgespielt? Wie häufig wurde sie geklickt? Welche Kosten entstanden?

2. Geschäftsergebnis

Wie viele qualifizierte Leads oder Käufe sind entstanden? Welchen Umsatz und welchen Deckungsbeitrag haben sie gebracht?

3. Zusätzlicher Effekt

Welche dieser Ergebnisse wären ohne die Kampagne nicht entstanden?

Eine Plattform kann einen Kauf ihrer Anzeige zurechnen, obwohl der Kunde das Unternehmen bereits kannte. Attribution und zusätzliche Wirkung beantworten deshalb unterschiedliche Fragen.

Auch die Berichtsmöglichkeiten unterscheiden sich: Google weist beispielsweise darauf hin, dass Anzeigen innerhalb von AI Overviews derzeit nicht separat segmentiert ausgewertet werden können. Das begrenzt die Möglichkeit, ihre Leistung isoliert mit anderen Platzierungen zu vergleichen.[support.google]

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Für welche Unternehmen könnten KI-Ads interessant sein?

Ein plausibler Testfall liegt vor, wenn Menschen vor dem Kauf Fragen klären oder Alternativen vergleichen müssen.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Software mit unterschiedlichen Funktionen und Tarifen.
  • Dienstleistungen, bei denen Anforderungen und Eignung wichtig sind.
  • Produkte, die ein konkretes Problem lösen.
  • Angebote, die sich für klar definierte Situationen eignen.

Das sind Einsatzhypothesen, keine belegte Branchenrangliste. Entscheidend ist nicht allein, was ein Unternehmen verkauft, sondern ob es in der jeweiligen Nutzungssituation ein passendes Angebot machen kann.

Zudem gelten Plattformregeln und Einschränkungen. Google begrenzt Anzeigen innerhalb von AI Overviews beispielsweise bei verschiedenen sensiblen Themen. Auch OpenAI schliesst bestimmte Gesprächskontexte und Werbekategorien aus.[support.google]

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Was macht eine gute Anzeige in diesem Umfeld aus?

Aus dem kontextbezogenen Ansatz lässt sich eine praktische Leitlinie ableiten: Eine Anzeige sollte eine konkrete Passung zeigen, statt nur allgemeine Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Ein fiktives Beispiel:

„Die innovative Software für deinen Erfolg.“

Das sagt wenig darüber aus, für wen das Produkt geeignet ist.

Konkreter wäre:

„CRM für kleine Agenturen: Kontakte und Vertriebspipeline an einem Ort – ohne komplexe Einrichtung.“

Die zweite Variante macht Zielgruppe, Anwendungsfall und Nutzen erkennbar. Ob sie tatsächlich besser funktioniert, muss ein Test zeigen.

Für die Vorbereitung helfen fünf Fragen:

  1. Welches Problem löst das Angebot?
  2. Für wen ist es besonders geeignet?
  3. Welche Anforderungen erfüllt es?
  4. Welche Belege stützen das Versprechen?
  5. Was erwartet den Nutzer nach dem Klick?

Die Landingpage sollte diese Aussagen aufgreifen. Eine präzise Anzeige verliert ihren Nutzen, wenn danach nur eine allgemeine Unternehmensseite folgt.

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Welche Grenzen und Risiken gibt es?

Kontext garantiert keine Nachfrage

Ein passender Gesprächsinhalt bedeutet nicht zwingend Budget, Kaufbereitschaft oder Entscheidungskompetenz.

Mehr Relevanz garantiert keine niedrigen Preise

Ein wirtschaftlich wertvoller Werbekontakt kann teuer sein. Eine bessere Conversion-Rate muss deshalb immer im Verhältnis zu den tatsächlichen Kosten bewertet werden.

Private Gespräche sind kein frei zugänglicher Datenbestand

Werbetreibende können nicht einfach die Unterhaltungen einzelner Nutzer lesen. OpenAI betont, Gespräche nicht an Werbetreibende weiterzugeben.[help.openai]

Anzeigen sind nicht gleich organische Sichtbarkeit

Bei OpenAI sollen bezahlte Anzeigen die eigentlichen Antworten nicht beeinflussen. Eine Anzeigenbuchung und die Erwähnung eines Produkts in einer unbezahlten Antwort sind getrennte Dinge.[openai]

Das Werbeumfeld verändert sich

Formate, Länderfreigaben und Messmöglichkeiten entwickeln sich weiter. Eine aktuelle Plattformprüfung gehört deshalb zur Kampagnenplanung.

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Bleiben KI-Ads auf Chats beschränkt?

Wahrscheinlich nicht. Die heutigen Entwicklungen gehen bereits über klassische Textunterhaltungen hinaus.

Microsoft beschreibt KI-Erlebnisse, die Sprache, Bilder, Kontext und Agenten einbeziehen. Google entwickelt KI-gestützte Einkaufsprozesse sowie gesponserte Angebote wie „Direct Offers“. Nicht jede dieser Funktionen ist selbst Werbung, sie verändert aber das Umfeld, in dem Unternehmen Kunden erreichen können.[about.ads.microsoft]

Langfristig könnte deshalb weniger entscheidend sein, ob ein Nutzer einen Chat öffnet. Wichtiger wäre, ob eine KI seine Suche, Auswahl oder Entscheidung begleitet.

Wie gross dieser Markt wird und welche Plattformen dominieren, lässt sich heute nicht zuverlässig vorhersagen.

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Häufige Fragen zu KI-Ads

Sind KI-Ads dasselbe wie ChatGPT Ads?

Nein. ChatGPT Ads bezeichnet das Werbeangebot von ChatGPT. KI-Ads verwenden wir als übergreifende Bezeichnung, die auch Werbung in anderen KI-Assistenten und KI-Suchoberflächen einschliesst.

Braucht man für jede Plattform ein neues Werbekonto?

Nicht unbedingt. ChatGPT bietet einen eigenen Ads Manager an. Bei Google und Microsoft können dagegen geeignete bestehende Kampagnen für bestimmte KI-Platzierungen infrage kommen. Die jeweiligen Voraussetzungen müssen separat geprüft werden.[support.google]

Sind KI-Ads günstiger als Google Ads oder Meta Ads?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Einzelne veröffentlichte Ergebnisse zeigen positive Signale, andere Tests keine Conversions. Entscheidend sind die Kosten pro wirtschaftlich relevantem Ergebnis, nicht allein Klickpreise oder Reichweite.[openai]

Kann man dafür bezahlen, dass ChatGPT ein Produkt empfiehlt?

Eine reguläre Anzeigenbuchung ist nicht dasselbe wie der Kauf einer Empfehlung in der eigentlichen Antwort. OpenAI erklärt, Anzeigen von Antworten zu trennen und die Antworten nicht durch Werbung beeinflussen zu lassen.[openai]

Was ist für einen ersten Test am wichtigsten?

Ein klar definiertes Angebot, eine passende Zielseite, ein messbares Geschäftsziel und ein begrenztes Testbudget. Vor allem sollte feststehen, welches Ergebnis einen weiteren Ausbau rechtfertigt – und wann ein Test beendet wird.

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KI-Ads sinnvoll einordnen

Das interessante Potenzial von KI-Ads liegt in der Verbindung aus Kontext, erkennbarer Absicht und einem passenden Angebot. Daraus kann relevantere Werbung entstehen. Ob sie wirtschaftlicher ist, muss sich für das einzelne Unternehmen zeigen.

KontextAds betrachtet deshalb nicht nur neue Funktionen und Erfolgszahlen, sondern auch deren Voraussetzungen: Was wurde tatsächlich gemessen? Welche Informationen fehlen? Und für welche Angebote könnte ein Test sinnvoll sein?

So wird aus einem neuen Werbethema eine fundierte Entscheidung – statt einer Wette auf den nächsten Hype.